Oberster Gerichtshof und Generalprokuratur Österreich

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Zentralbibliothek
 
Heute
 
Mit der Wiederherstellung der Republik Österreich im Jahr 1945 wurde die Zentralbibliothek erneut dem wiedererrichteten OGH unterstellt. Der Bestand an Büchern und Zeitschriften wurde seit der Wiedererrichtung im Jahr 1945 konsequent erweitert.
 
Im Jahr 1999 entschloss sich der OGH, zur Erfassung und Verwaltung sämtlicher Bücher-, Zeitschriften- und Gesetzblätter-Bestände seinen bisherigen Zettelkatalog auf eine Datenbank-Softwarelösung der Dabis – Gesellschaft für Datenbank InformationsSysteme GmbH, Wien, umzustellen. Es handelt sich dabei um ein Programmpaket, das – angepasst an die besonderen Bedürfnisse einer Großbibliothek – vor allem eine rasche und rationelle Katalogisierung des Bestandes, daneben aber auch eine dem Rechtsinformationssystem des Bundes vergleichbare Recherche in den Datenbeständen ermöglicht.
 
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(Dieser Link öffnet ein neues Browserfenster zum Server der DABIS, Wien)
 
Diese Datenbank-Softwarelösung ersetzte ab Jänner 2000 das bisherige, in die Jahre gekommene Karteikartensystem der Zentralbibliothek. Um eine einheitliche Recherche in den gesamten Datenbeständen der Zentralbibliothek durch eine einzige elektronisch unterstützte Abfrage zu ermöglichen, wurde sogleich mit Einführung der neuen Softwarelösung auch mit der Rückerfassung der gewaltigen Altbestände begonnen. Hochrechnungen ergaben, dass allein mit der Rückerfassung der Bücher ein Aufwand von ungefähr 18 Personenjahren verbunden sein wird. Dazu kommt noch der Bestand von rund 90.000 Aufsatz-Karteikarten. Damit steht aber bereits jetzt fest, dass es sich um das größte Organisationsprojekt der Zentralbibliothek seit ihrer Gründung handelt.
 
Die vollständige EDV-Erfassung sämtlicher Karteikarten der Zentralbibliothek wird – trotz teilweiser Miteinbeziehung von Fremdhilfe – noch einige Jahre bis zu ihrem Abschluss in Anspruch nehmen. Bis Ende 2003 konnten aber immerhin bereits der Buchbestand ab dem Jahr 1970 und die Aufsätze mit ergänzender Beschlagwortung rückerfasst werden.
 
Seither wurde die Rückerfassung weiterer Bereiche abgeschlossen (Strafrecht, Lexikothek, Rechtsphilosophie, Volkswirtschaft, kompletter Buchbestand der Handbibliotheken der Mitglieder des Obersten Gerichtshofes und der Generalprokuratur). Die Rückerfassung älterer Werke des Zivilrechts und des Zivilverfahrens, der Rechtsgeschichte und des Verfassungsrechts ist noch im Gange.
 
Der Buchbestand der Zentralbibliothek lag Ende 2009 bei rund 124.000 Werken. Daneben werden regelmäßig rund 180 Fachzeitschriften bezogen.

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Bild: Zentralbibliothek im Innenhof
Zentralbibliothek im Innenhof
Bild: Die gläserne Lesebrücke
Die gläserne "Lesebrücke"
Bild: Zentralbibliothek, Empfangsbereich
Zentralbibliothek, Empfangsbereich
Bild: Lesesaal
Lesesaal
Bild: Bücherspeicher im Tiefgeschoß
Bücherspeicher im Tiefgeschoß
 
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