Schuldspruch des Angeklagten Dr. J wegen Untreue zum Nachteil des Österreichischen Olympischen Komitees bestätigt

 
 

Über die Berufungen gegen das Strafausmaß wird das Oberlandesgericht Wien entscheiden.

Das Landesgericht für Strafsachen Wien als Schöffengericht sprach den Angeklagten Dr. J am 31. Juli 2012 des Verbrechens der Untreue nach § 153 Abs 1 und Abs 2 zweiter Fall StGB schuldig.

Dem lag zugrunde, dass Dr. J in der Zeit von Jahresbeginn 2003 bis Februar 2009 in Wien in zahlreichen Angriffen die ihm in Form einer kollektiven Zeichnungsberechtigung auf den Bankkonten des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, wissentlich missbrauchte, indem er zu privaten Zwecken Gelder aus dem Vereinsvermögen teils unmittelbar an sich selbst, teils an seiner Sphäre zuzuordnende Dritte transferierte, und dadurch dem ÖOC einen 50.000 Euro übersteigenden Schaden zufügte.

Der Oberste Gerichtshof wies die Nichtigkeitsbeschwerde des Dr. J am 11. April 2013 in nichtöffentlicher Sitzung zurück. Die Einwände des Angeklagten gegen Verfahrensführung und Urteilsbegründung erwiesen sich als nicht stichhaltig.

Damit ist der Schuldspruch wegen Untreue rechtskräftig.

Über die Berufungen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft gegen das Strafausmaß wird das Oberlandesgericht Wien entscheiden.

 
ogh.gv.at | 17.12.2017, 06:12
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